Über 200 Eifelcamino-Pilger erlebten "Weg nach Innen"

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Pressestelle TVR
Email: michael.straub@judo-ruebenach.info
  Bericht von Dieter Preß

 

 

Längst kein „Geheimtipp“ mehr ist der „Eifelcamino“ zwischen Andernach und Monreal. Das beweist die stattliche Anzahl von weit mehr als 200 Pilgerfreunden, die gemeinsam die 2. Etappe des örtlichen Jakobsweges erleben wollten. Hierzu hatten die Mayener St. Matthias-Bruderschaft (SMB) und die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland eingeladen. Von Kruft über Mendig und Maria Laach nach Kottenheim galt es „das schnelle Leben hinter uns zu lassen und einen Weg nach innen zu gehen“, wie es eine Teilnehmerin trefflich formulierte. Dieser Grundgedanke wurde auf den Stationen unterwegs durch Gottesdienstbesuche und Meditationen unterstützt.

Respekt und Segen in Kruft Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel begrüßte die Pilgerschar an ihrer vorjährigen Zwischenstation in Kruft frühmorgens mit „Respekt vor Ihnen und Ihren Pilgerweg“. Nach gemeinsamer Andacht in der Krufter Barockkirche St. Dionysius erteilte Pastor Norbert Missong mit den besten Wünschen den Pilgersegen.

Orientierung in Maria Laach „Camino ist ein Zauberwort für das gemeinsame erleben eines Weges zu einem erstrebenswerten Ziel“, bekannte Abt Benedikt Müntenich in Maria Laach seine Anerkennung für die „körperlichen Anstrengungen, aber auch die beim Pilgern erlebbare seelische Stärkung“. Im gemeinsamen Gottesdienst mit Diakon Wolfgang Dröschel in der Abteikirche benannte Abt Benedikt „Gott als die Orientierung und das Ziel auf unserem Lebensweg. Er bringt Licht in die Welt und zeigt uns darin den Weg des Lebens.“ Dies sei in der heutigen Zeit bei oftmals fehlender Orientierung eine wichtige Erkenntnis.

Mendiger Herbergs-Station Als „die einzige Pfarrkirche in Deutschland, die der hl. Genovefa, der Schutzpatronin von Paris, geweiht ist“ stellte Kirchenführerin Klara Heuft den Jakobspilgern das Obermendiger Gotteshaus vor: „Die hl. Genovefa hat wirklich gelebt und wird als Retterin der Bedrängten, Segensbringerin der Armen und Friedensstifterin verehrt.“ Den Jakobspilgern definierte sie das „Pilgern als inneres Bedürfnis der Begegnung mit Menschen, aber auch mit Gott.“ Mit viel Liebe zum Detail entstand in Mendig die Jakobsherberge. Eine passende Station für die Caminofreunde, die hier vom stellvertretenden Herbergsvater Theo Winkler und Mendigs Stadtbürgermeister Achim Diensberg mit einem Kuchenbüffet empfangen wurden.

Abschluss in Kottenheim In der Pfarrkirche St. Nikolaus in Kottenheim begrüßten Ortsbürgermeister Toni Schüller und Pater Ralf Birkenheier die Pilgerschar. Schüller benannte das Pilger- und Bruderschaftswesen als traditionelle Werte, zu denen sich Kottenheim seit jeher verbunden fühle. Deshalb sei die Mitwirkung bei der Kennzeichnung des Eifelcamino-Pilgerweges eine Selbstverständlichkeit gewesen. Pater Ralf Birkenheier stellte im Abschlussgottesdienst heraus: „Jeder von uns hat im Leben seinen eigenen Weg – seinen Weg durch die Zeit.“ und fügte als Pilgerbekenntnis an Gott hinzu: „Du gehst mit mir…Wenn Du mich begleitest auf meinen Wegen wird es mir gut gehen.“

Pilgerstein-Einweihung Einen trefflichen Abschluss fand die Camino Pilgerwanderung mit der Einweihnung einer Basaltstele durch Pater Ralf Birkenheier vor der Kottenheimer Nikolauskirche. Mit herausgebildeter Jakobsmuschel gibt sie den Pilgern Orientierung auf ihrem Camino - Weg. 100 derartige Pilgerstelen hatte die Mayener St. Matthias-Bruderschaft mit Unterstützung örtlicher Helfer und Sponsoren zwischen Andernach und Monreal auf den Weg gebracht.

Camino-Fortsetzung folgt Der beachtliche Pilgerzuspruch ermuntert die Matthias-Bruderschaft und die Jakobus-Gesellschaft zur Organisation der 3. Etappe auf dem Eifelcamino am 20.09.09. Sie wird von Mendig über Fraukirch und Mayen nach Monreal führen. Einen besonderen Dank richtete Brudermeister Heinz Schäfer an alle Akteure der Camino-Tour einschließlich der geistlichen Wegbegleitung durch den Nachtsheimer Diakon Wolfgang Dröschel. „Die örtliche Unterstützung an den einzelnen Pilgerstationen, die leibliche Stärkung in der Jakobsherberge sowie durch die Jugend in Kottenheim und das Versorgungsteam der Mayener Matthiasbruderschaft machen Mut für weitere Pilger-Aktivitäten“, lassen er und Franz Blaeser von der Jakobus-Gesellschaft weiteren „Tatendrang“ erkennen.